Zu dem aktuellen Justizskandal und dem Wehklagen der Justiz, sie sei personell unterbesetzt, hat der Flingeraner Rechtsanwalt Martin Lauppe-Assmann jetzt einen neuen politischen Vorschlag unterbreitet (zeitgemäß zur Kirmes-Eröffnung):
Die Aufgaben der chronisch überforderten Strafverfolgungsbehörden könnten den lokalen Schützenvereinen übertragen werden. Deren eindrucksvolle Personalstärke und Disziplin wird durch regelmäßige Aufmärsche dokumentiert! Bewaffnung und Bürgersinn sind erstklassig und regelmäßige Trainings sorgen für einen gleich bleibenden Qualitätsstand.
Auch originäre Justizaufgaben könnten problemlos übertragen werden. Schon heute sind viele Strafgerichte zu 66 % mit Nichtjuristen besetzt. Es wäre überheblich, das gesunde bürgerliche Rechtsempfinden des einfachen Schützen als Stammtischjustiz abzutun... Ein "Schützengericht" hätte z. B. den der Kinderschändung Verdächtigten so zeitnah abgeurteilt, dass das OLG keinen Grund zur Beanstandung der Verfahrensdauer gehabt hätte... - und die Untersuchungshaft könnte auf wenige Tage - wenn nicht Stunden beschränkt werden!
Schwierigere Fälle, wie etwa das langwierige Mannesmann-Verfahren oder den Sparkassen-Skandal könnte der Schützenkönig - unterstützt durch die Prinzengarde - erledigen! Das wäre gelebte Demokratie! Die Robe als Symbol der Unterdrückung des Bürgers durch akademische Eliten würde ersetzt durch den feschen grünen Rock des Schützen, wobei den Vorsitzenden ein spitzer Schützenhut mit einer prunkvollen langen Fasanenfeder kenntlich macht!
Der Nachbar, der bislang unnachgiebig und mit alttestamentarischem Zorn wegen einer folgenlosen und nachvollziehbaren Trunkenheitsfahrt nach Stress mit seiner Frau von den schwarzberockten Akademikern verfolgt wird (während Kinderschänder laufen gelassen werden), könnte endlich mal auf Nachsicht und Mitgefühl und eine angemessene Strafe hoffen und als Ersttäter mit einigen Lokalrunden im Schützenkreise davon kommen...
Wir haben es in der Hand, eine freiheitliche Justiz zu erschaffen - auf demokratischem Wege - , wobei die Personalstärke der Schützen schon heute ausreichen könnte, die macht am Rhein zu übernehmen ...
...zumindest zur Kirmes-Zeit!!! MLA©
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